Die SaatSpätestens seit Pans Labyrinth gehört Guillermo del Toro zu meinen Lieblingsregisseuren. Nun hat Guillermo del Toro zusammen mit Chuck Hogan den Roman „Die Saat” veröffentlicht. Der Blutstropfen auf dem Cover läßt schon darauf schließen, dass del Toro ein Thema aufgreift, das dem einiger seiner Filme wie „Blade II” oder auch „Hellboy” sehr nahe ist.

Da ich sehr wenig Fantasy- und Horror-Romane lese (mit Ausnahme von Stephen King) habe ich eine Weile gezögert, ehe ich mich an dieses Buch gewagt habe. Überzeugt hat mich dann letztendlich der Klappentext des Buches:

Am New Yorker JFK-Flughafen landet eine Passagiermaschine aus Deutschland. Statt ans Gate zu rollen, bleibt sie abrupt stehen, der Funkkontakt bricht ab. Als die von der Flugsicherung alarmiere Feuerwehr anrückt, steht sie vor einem Rätsel: Sämtliche Fenster des Flugzeugs sind verdunkelt, kein Lebenszeichen dringt aus der Maschine. Eine Geiselnahme? Ein terroristischer Anschlag?

Leider handelt es sich weder um eine Geiselnahme, noch um einen terroristischen Anschlag. Stattdessen liefern die beiden Autoren einen Vampirroman ab. Abgrenzen möchte sich der Roman von anderen seines Genres, in dem die beiden Autoren versuchen, Vampirismus als einen Virus darzustellen und dies medizinisch begründen. Auch wenn das Buch die Spannung, die am Anfang aufgebaut wurde, nicht bis zum Ende durchhalten kann, wird es nie langweilig. Allerdings werden die Ereignisse gegen Ende Schritt für Schritt vorhersehbarer. Dazu kommen, dass die Personen nicht so überzeugend gezeichnet werden, wie dies in den Büchern von Stephen King der Fall ist.

Die größte Enttäuschung war für mich jedoch, dass das Buch den ersten Teil einer Trilogie darstellt und auch dementsprechend endet. Eigentlich nämlich gar nicht. Die Spannung wird am Ende nicht aufgelöst, sondern verpufft einfach. Mein Urteil über das Buch wäre wahrscheinlich anders ausgefallen, wenn ich nicht mit der Erwartung eines echten Endes an das Buch heran gegangen wäre.

Wer also einen Vampirroman lesen möchte, dem würde ich weiterhin „Brennen muss Salem” empfehlen, auch wenn man es hier eher mit klassischen Vampiren zu tun hat.